Aktuelle Meldungen
Aktuelle Zahlen zu Leistungen und Kosten der ambulanten Versorgung
Donnerstag, 10. September 2026
Rund 97 Prozent der Patienten in Deutschland werden ambulant behandelt – und das für nur 15 Prozent der Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung. Diese Zahlen sind Teil eines Faktenblattes, das die KBV jetzt aktualisiert hat.
Grünen-Politikerin Piechotta zum BMG-Etat: „Nie war Haushaltspolitik so unsolide“
Donnerstag, 10. September 2026
Die Grünen-Politikerin Paula Piechotta beklagt beim Entwurf für den BMG-Haushalt 2027 „Buchungstricks“. Der Entwurf sei schon am Tag seiner Veröffentlichung überholt gewesen. Auch die Bilanz des Bundesrechnungshofs fällt kritisch aus.
Fallpauschalen: Wie eine Reform nach hinten losging
Mittwoch, 09. September 2026
Aktuelle Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIDO). Die Neuregelung der Fallpauschalen durch Hybrid-DRGs im Jahr 2024 sollte dafür sorgen, dass mehr Eingriffe ambulant erfolgen und Kosten gespart werden. Tatsächlich stiegen die Ausgaben 2025 jedoch um 360 Millionen Euro, wie eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt. Grund dafür ist ein unerwünschter Mengeneffekt durch die Reform: „Die starken Vergütungsanreize lösen vor allem im vertragsärztlichen Bereich einen enormen Anstieg der Fallzahlen aus“, sagt WIdO-Forscher David Scheller-Kreinsen. AOK-Chefin Carola Reimann fordert angesichts der Ergebnisse der Untersuchung niedrigere Pauschalen.
KBV-Vertreterversammlung - Gassen: „Wir werden eine Zäsur in der Versorgung gesetzlich Krankenversicherter erleben“ – VV fordert Korrekturen am Spargesetz
Samstag, 05. September 2026
Die Vertreterversammlung der KBV hat umfassende Korrekturen am Spargesetz gefordert. Die Finanzierung müsse sich am medizinischen Bedarf der Bevölkerung und an den realen Bedingungen der Leistungserbringung orientieren – nicht allein an der jeweiligen Kassenlage, forderten die Delegierten in Berlin.
KBV-Chef im Interview „Wir sollten den Sicherstellungsauftrag noch einmal neu bewerten“
Donnerstag, 03. September 2026
Kurz vor diesem Interview schrillten in der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) die Alarmglocken: Feueralarm. Vor Ort stellte er sich glücklicherweise schnell als harmlos heraus. Als Bild für die aktuelle Lage in der Gesundheitspolitik passt er dennoch – denn dort gibt es an vielen Stellen durchaus ernstzunehmende Alarmzeichen. Wie groß der Handlungsdruck tatsächlich ist und was sich jetzt ändern muss, darüber sprach der änd mit dem Vorstandsvorsitzenden der KBV, Dr. Andreas Gassen.
KBV-Berechnung: Wie das Spargesetz auf Praxen wirkt
Donnerstag, 03. September 2026
Seit Juli ist das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) in Kraft. Noch greifen nicht alle der darin beschlossenen Maßnahmen – die meisten Teile des Gesetzes treten zum 1. Januar 2027 in Kraft. Für Arztpraxen stehen spätestens dann empfindliche finanzielle Einbußen an. Wie diese konkret aussehen, zeigt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) in einer ersten Berechnung.
Neue Superreichensteuer könnte für einige Chefärzte, Kassenvorstände und Funktionäre gelten
Donnerstag, 03. September 2026
Berlin – Die Bundesregierung hat heute im Bundeskabinett eine Reform der Einkommenssteuer auf den Weg gebracht. Der Spitzensteuersatz soll etwas später greifen, die „Reichensteuer“ wird erhöht und eine neue „Superreichensteuer“ eingeführt. Das dürfte einige Leitende Oberärzte, Chefärzte, Krankenhausdirektoren und Funktionäre betreffen.
SpiFa: Primärversorgung darf nicht zum Nadelöhr für die Patien- tinnen und Patienten werden
Mittwoch, 02. September 2026
Berlin, 2. September 2026 – Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) warnt davor, bei den geplanten Reformen den Zugang zur fachärztlichen Versorgung so zu erschweren, dass der heutige Qualitätsstandard der Patientenversorgung verschlechtert wird. Entscheidend für die Akzeptanz einer neuen Primärversorgung sei nicht, möglichst viele Patientinnen und Patienten vom Facharzt fernzuhalten, sondern sie schnell und zuverlässig dorthin zu führen, wo ihnen bei ihrem konkreten gesundheitlichen Problem medizinisch am besten geholfen werden kann. Der Facharztstandard müsse auch künftig für gesetzlich Versicherte gelten – Patientensteuerung müsse sich an medizinischem Bedarf, der Qualität und der Dringlichkeit orientieren.
Dichtes Brustgewebe: Zusätzliche Screening-Sonografie?
Mittwoch, 02. September 2026
Mithilfe eines ergänzenden Ultraschalls lassen sich bei Frauen mit dichtem Brustgewebe mehr Karzinome erkennen als mit alleiniger Mammografie. Gleichzeitig könnte es die Zahl der Überdiagnosen steigern. Sollte die Sonografie bei dichtem Brustgewebe dennoch zum Standard werden? 3 Fachleute geben Antwort.
Akademische Forschung und Industrie: Die neue Nähe
Mittwoch, 02. September 2026
Die Beteiligung der Industrie an universitärer Forschung war stets heikel. Doch seit einigen Jahren nähern sich die beiden Welten an – auch weil neue Strukturen entstanden sind. Ihr Verhältnis ist keine Liebesheirat, sondern bleibt eine Zweckgemeinschaft.